Man muß nicht erst das hübsche Bild von Spitzweg mit dem Namen “Der arme Poet” kennen um zu ahnen, daß man sehr gut vom Bett aus auch schriftstellerisch tätig werden kann.

Vielleicht sagen Sie jetzt, daß Sie aber kein Talent zum Schreiben besitzen und auch gar nicht wissen über welches Thema Sie sich literarisch betätigen könnten. Doch die Sache ist gar nicht so schwierig, wie man allgemein hin denkt. Zunächst einmal wird man am besten Liebes- Kriminal- oder Schicksalsromane, von denen es genug auf dem BücherMarkt gibt ausklammern. Alsdann wollen wir beginnen uns zu fragen, für welche Art der Literatur sich die Menschen in unserer Umwelt interessieren könnten.

In Amerika gibt es einige hundert Autoren, die nichts anderes tun, als jedes Jahr neue kleine Ratgeber- Reporte auf den Markt zu bringen. Dafür sammeln sie bestimmte Fachadressen, zapfen Informationsquellen und Bibliotheken aller Art an und mixen aus diesem Sammelsurium ein ganz spezielles Werk. Hierfür benötigt man keine großen schriftstellerischen Fähigkeiten, sondern lediglich etwas Grips um die richtigen Themen zu finden. Nehmen wir an, Sie hätten die Idee, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schlafstellungen zu untersuchen.

Welche Nachteile hat die Rückenlage, wie wird bei der Linkslage das Herr belastet, warum schlafen so viele Menschen am liebsten auf der rechten Seite? Hat ein Bartträger seinen Vollbart über oder unter dem Deckbett, welches sind die gesündesten Bettbezüge – und warum? Wann schläft man besser allein und wann zu zweit? Wer liefert günstig Bettartikel, Daunen, Kopfkissen, Laken? Sie können aber auch mal Ihre Träume beobachten und die Ergebnisse testen. Verfassen Sie ein Traumtagebuch (oder besser “Nachtbuch”) und bringen Sie die Ergebnisse zu Papier bzw. zu Manuskript.

Gerade der kuriosen Themen wegen, werden sich viele Interessenten und damit Käufer für solche Reporte finden. Das vorliegende Werk – und Ihr eigenes Interesse daran – beweisen die Richtigkeit dieser Annahme.

Für solche Schriftstellerei benötigen Sie lediglich einen Notizblock und Bleistift, einen Kassettenrecorder, auf den Sie die zusammengestellten Texte sprechen und eine Hilfskraft, die vom Recorder oder von einem Diktiergerät die Gedanken ins Reine tippt. Die sauber geschriebenen Blätter werden in kleineren Stückzahlen über einen Normalpapierkopierer abgelichtet, geheftet und zum Preis von 5 bis 15 € – je nach Umfang der Arbeit – zum Verkauf angeboten. Abnehmer sind alle Neugierigen, die Sie mit einer Kleinanzeige erreichen und per Postversand beliefern (lassen).

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